Geschichte

Der Schipperke ist die kleinste Variante aller bisher bekannten Schäferhunden. Sein Name entstammt dem flämischen Wort "Schäperke" was soviel wie "kleiner Schäferhund" bedeutet. Die Rasse wird heute von der FCI in der Gruppe 1 (Schäferhunde) geführt. FCI Nr. 83. Der Schipperke war der beliebteste Wach- und Begleithund der Belgier. Man kannte ihn auch unter dem Namen "kleiner Kapitän" und "Skipper", da er auf den Kanalfahrten in Flandern und Barbant auf den Flussschiffen als Wachhund eingesetzt wurde. Im frühen 19. Jahrhundert war der Schipperke praktisch der einzige Haushund in Belgien. Es gibt in Belgien ebenso viele ältere Leute, die sich an Schipperke als tätige Hütehunde erinnern, wie es Erinnerungen an die Schiffshunde gibt. Der grosse belgische Kynologe gibt ihm als Ahnen einen schwarzen Hund sehr alter Rasse, dem "Leuvenaar". Er gilt als Stammvater der belgischen Schäferhunde. Um 1690 war er der Liebling der Brüsseler Schuster, die regelmässig Treffen organisierten. 1880 wurde er erstmals an einer Hundeausstellung gezeigt und 1888 erfolgte die Anerkennung durch den Royal Schipperkes Club in Brüssel. Der offizielle Standard stammt aus dem Jahr 1904. Obwohl die Rasse eher selten anzutreffen ist, bestehen heute in Frankreich, Niederlanden, England, Belgien und Schweden solide Zuchtstämme, die von Spezialklubs betreut werden. Sogar in den USA, Kanada, Neuseeland und Südafrika haben die Schipperkes Freunde und Anerkennung gefunden, so dass es dort viel mehr Hunde dieser Rasse gibt als in Europa.